1995 – 2015

20 Jahre maßgeschneiderte Kommunikation auf allen Kanälen.

1995: überall im noch jungen Web blinken animierte Gif, SMS sind brandheiß und belichtet wird natürlich auf Film. Zu dieser Zeit begann für mich die Suche nach unverbrauchten Ideen, spannenden Aufgaben und ungewöhnlichen Umsetzungen, eine Suche die bis heute anhält. Sie führte mich nach Indien, Japan und unzählige Male zu McDonald’s. Und sie ist heute spannender denn je. Was so geschah in den ersten 20 Jahren »Tom Koch Bespoke Communications« erfahren Sie hier in Form einer durchaus persönlichen Zeitreise.

Mein besonderer Dank gilt Mag. Herbert Berger.
Einen besseren Mentor kann man sich nicht wünschen.

Navigation: Timeline vertikal, Projekte horizontal.

1995
Zuversichtlich. Kein Kapital. Keine Kunden. Aber viel Zuversicht. Auf den ersten Blick nicht eben die idealen Voraussetzungen, sich unmittelbar nach der absolvierten Design Ausbildung selbstständig zu machen. Dennoch hat es erstaunlich gut geklappt.
Sündteure Rechner, deren Leistung heute von jedem Smartphone übertroffen wird. Programme, die auf eine CD-ROM passen. Mangelnder Routine und völlig unzureichendes kaufmännischen Wissen. Genau der richtige Mix für zahlreiche Nachtschichten und viel zu knappe Budgets.
Die Lernkurve ist jedoch relativ steil und schon nach wenigen Monaten erfolgt der Umzug in ein Büro in der Mariahilfer Straße. Genaugenommen ein winziges Hinterzimmer, aber immerhin: M.a.r.i.a.h.i.l.f.e.r. Straße!
1996
Experimentierfreudig. Viele Stunden vergehen beim legendären Herrn Holzinger in der Druckerei Jerabek in der Burggasse. Die Druckerei produziert „Flyer“ (ein damals noch relativ neues Medium!) für sämtliche Clubs der Stadt, der alte Holzinger gibt sein Wissen gerne weiter und findet in mir einen aufmerksamen Zuhörer.
Silber auf Makulaturbögen, Sonderfarben auf alten Druckplatten, 1, 2, 3 Farbendruck: Die alte Heidelberg verführt zu so manchen Experiment. Sonderfarben in Kombination mit Silber werden zu dieser Zeit eine Art Trademark.
1997
Des Grafikers Traum. In diesem Jahr findet zusammen, was ganz klar zusammen gehört: Fußball, Musik und Graphic Design. Mit dem Wiener Sportclub und der Vienna lassen sich gleich zwei Wiener Traditionsvereine ihre CD Covers von mir gestalten. Und entfachen damit eine bis heute anhaltende Passion für den First Vienna FC.
1998
The Lounge wächst. 1996 gegründet, wächst das Grafik Design Studio „The Lounge“ kontinuierlich und erhält 1998 endlich seine erste Broschüre, die prompt in internationalen Publikationen gefeatured wird.
1999
Big in Japan. Viele Arbeiten werden zwischen 1999 und 2003 unter anderem in den Design-Bänden des japanischen P.I. E. Verlags veröffentlicht.
2000
Rock’n’Roll, Baby. Ein ganz persönliches Steckenpferd ist die Musik und daher ist es nur naheliegend, immer wieder mit Arbeiten für Bands oder Clubs beauftragt zu werden. In Zeiten von Streaming und Downloads ist für mich umso erfreulicher, neuerdings wieder öfter Vinyl-Cover zu designen zu dürfen, die ihren Test of Time in den realen Regalen richtiger Plattenläden bestehen.
2001
Experimentierfreudig II. Mit wachsender kaufmännischer Verantwortung ändern sich mitunter des Designers Tools: Layouts, erstellt in MS Excel!
2002
Farbenfroh. Erster von acht Trips nach Indien, die Formen und Farben des Subkontinents hinterlassen einen bleibenden Eindruck. Mit im Gepäck bringe ich eine Menge visueller Eindrücke zurück, die sich hierzulande bald in reale Projekte ummünzen lassen.
Aufträge mit Asienbezug folgen, wie dieser Artikel über die Schildermaler Bombays im Kundenmagazin von Megaboard oder die Ausstattung der Asia Filmwochen des Filmarchivs Austria.
2003
Lebensfroh. Diese Gentlemen bereiten sich auf ihren großen Auftritt am Wiener Life Ball vor. Während viele für ihre Kunden die berühmte „Extra Meile“ gehen, flieg ich auch schon mal für Pago nach Indien. Für die Produkteinführung des Pago Guave wird der große Saal des Wiener Rathauses zum „Bombay Ballroom“.
Verhandlungen gestalten sich durchwegs zähe ...
Die Produktionsbedingungen sind gewöhnungsbedürftig ...
Auch das Qualitätsmanagement hat öfter mal einen schlechten Tag.
Und nicht immer läuft alles nach Plan.
2004
Früher Pop-Up Store. Gemeinsam mit Produktdesignerin Hedwig Rotter (Mano Design) gründen wir rasalab, ein Unternehmen, das die Brücke zwischen asiatischem und europäischem Design schlagen soll. Im Rahmen des Asian Night Markets werden die drei Produktlinien rasalab „authentic“, „design“ und „remix“ im Otto Wagner Pavillon erstmals präsentiert. Der Asian Night Market ist ein großer Erfolg, dennoch wird rasalab nicht weiter verfolgt.
2005
Erschöpft. Irgendetwas ist 2005 ganz sicher passiert. Hinweise gerne an office@tomkoch.net
2006
Bittersweet. Schön, den Pitch um den Relauch der VW Soundfoundation, dem Musikförderprogramm von VW zu gewinnen. Herausfordernd, ein komplexes Online System zu konzipieren, das MySpace Paroli und Bands einen realen Mehrwert bieten soll. Ebenso herausfordernd, dies binnen weniger Monate mit Teams in Hamburg, München und Wien umzusetzen. Befriedigend, es dann pünktlich zur Popkomm 2006 hinzubekommen. Erhebend, den Rollout in den USA, UK und einigen anderen europäischen Ländern avisiert zu bekommen. Ernüchternd, wenn das Ganze dann von einem Tag auf den anderen eingestellt wird.
Lesson learned.
2007
Darauf sind wir stolz: McDonald's Österreich feiert 30 Jahre und wir feiern mit – in Form einer Serie von TV Spots, die letztendlich die tiefe Verankerung des Unternehmens im Alltag der Österreicher dokumentieren.
2008
Legendär. Die Ausstellung „Wo die Wuchtel fliegt. Legendäre Orte des Wiener Fußballs im Jahr 2008 ist nur eine von mittlerweile über 50 Ausstellungen, die mit Trailern online und im Foyer des Wien Museum beworben werden.
2009
Hitverdächtig. McDonald's hätte gerne eine ungewöhnliche Shrimps Kampagne. Können sie haben: Wir gründen die Band „Shrimps & The Dip“ die mit ihrer Single „Ich will ein Shrimp von dir“ nur knapp an einer Chartplatzierung vorbeischrammt. Der Zeitraum von nur acht Wochen für die gesamte Umsetzung inklusive CD Produktion gestaltet sich äußerst intensiv, aber auch lohnend: Die Kampagne wird international ausgezeichnet, die Umsätze können um 150% gesteigert werden.
2010
Mobil. Kunde Sycube landet mit Bike Connect im Jahr 2010 einen Volltreffer. Bei Bike Connect handelt es sich um ein autonomes E-Bike Verleihsystem, das international Beachtung findet und in einigen europäischen Städten gelauncht wird.
2011
Beständig. ITW sleeping solutions lässt nach 11 Jahren Agenturbeziehung nicht etwa um den Etat pitchen, sondern beauftragt ein Markenupgrade. Heute ist ITW mit 18 Jahren meine am längsten andauernde Kundenbeziehung, die Marke wurde über all die Jahre kontinuierlich zum Marktführer (weiter)entwickelt.
2012
In bester Gesellschaft. Umzug in die Vorstadt. Genauer gesagt, in die Grundsteingasse, wo einst fast jedes Haus eine Wirtshauslizenz hatte und Kruder und Dorfmeister ihre G-Stone Recordings gründeten. Wer wissen will, was diese Gasse so besonders macht, findet die Antwort vielleicht in diesem Trailer.
2013
Digital. Real. Mehr als 1.000 Einsendungen in der ersten Woche: damit erreichen wir schon nach wenigen Tagen das Limit an möglichen Bildern in einer Facebook Galerie. Die Social Media Kampagne „Schrift in der Stadt!“ des Wien Museum findet enormes Echo, insgesamt werden über 2.500 typografische Fundstücke eingesandt.
Eine Auswahl der Funde wurde im Band „Typotopografie Wien“ veröffentlicht, die Gruppe der Gewinnern nahm trotz strömenden Regens enthusiastisch an einer typografischen Stadtexpedition mit dem Typographie-Experten Erwin K. Bauer teil.
2014
Beeindruckend. Ein ganz persönliches Highlight dieses Jahres ist ein Besuch im Takeo Takei Museum in Okaya, Nagano. Die unglaublich detailreichen Werke des japanischen Meisters der Druckkunst und Illustration durchblättern zu dürfen, ist eine nicht alltägliche Ehre. Für den Besucher aus Wien wurden sie extra aus den Vitrinen geholt. Domo Arigatou Gozaimasu!
2015
Erfolgreich. Mit drei Neukunden in den ersten sechs Monaten und vielen tollen Projekten lässt sich das zwanzigste Jahr „Bespoke Communications“ sehr vielversprechend an. Es bleibt spannend – und das ist gut so!